Donnerstag, 7. Oktober 2010

Ankommen und Dasein


<--- in Ermangelung eines aktuellen Fotos, der fantastische Fruchtvogel von Pete & Imke


So so so, auf einmal ist es schon fast Freitag und ich bin eigentlich grad erst angekommen, aber da zwischen Mittwoch ankommen und heute Abend Donnerstag eine Millionen Dinge passiert sind fällt das irgendwie grad alles gar nicht auf. Sitze grad in meinem kuschligen Riesenbett und putzte mir die Zähne mit Blick auf Kapstadt Lichter auf dem Berg. Das alles im Haus von Delilah (rund und fröhlich) und Evan (dürr und fröhlich), die hier zusammen mit einer Ente, einem Huhn (das gerne auf dem Waschbeckenrand abhängt) und zwei Katzen teilen, Ryan ist der andere Mitbewohner, der vor 3 Monaten alles verkaufte was er hatte und jetzt nur noch Musik macht. Na bitte. Also: schön hier.

Arbeit ist komplett andersrum, lauter höchst gestresste Leute die alle den ganzen Tag über vieles wichtiges rumreden, heute Morgen gabs erstmal eine Begrüßungszeremonie "a mug and a hug", naja, Tasse und Umarmung, nech :D Nuja, aber alles fürchterlich freundliche Menschen hier, nur dieser Linksverkehr ist ein Graus. Heute schon durch einen halben Busch gefahren am Straßenrand und auch mal rechts gefahren und mich über den entgegenkommenden Minibus gewundert, dann schnell wieder nach links. Ein Traum ist allerdings das Auto, so ein feiner 80er Mercedes Schlitten in der Traumfarbe verblichenes Beige, hat 4 Gänge und rollt mich anständig durch die Gegend, auf seinem Schlüssel steht "Priest". Würde auch gern ein Foto von ihm präsentieren, hätte ich nicht das USB Kabel vergessen.

Puh pah, soviel soviel, durch die Townships auch gefahren mit Jonathan, quasi mein Boss für die Zeit die ich hier bin, sehr groß, viel arm, viel Wellblech aber auch abgefahrene Dinge, lauter buntes Rumgewusel und fantastische selbstgemalte Werbeschilder für abgefahrene Haarschnitte. Aussteigen und rumlaufen natürlich keine Option, auch in der Stadt sollte man das so oft wie möglich vermeiden, kommt wohl auch immer auf Bezirk und so an, aber schon seltsam wenn der eigene Sicherheitsinstinkt absolut nicht funktioniert und man komplett auf Andere angewiesen ist.

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